Mac OS X und die Physik
Es ist ja nichts Neues, dass die schönen Apple-Rechner in vielen Lebenslagen angenehmer und sympathischer sind als andere Computer. Was aber vielleicht noch nicht ganz durchgedrungen ist, ist, dass sie eigentlich die idealen Geräte für Naturwissenschaftler sind.
Der Grund dafür ist nicht zuletzt, dass Mac OS X UNIX ist, also das Betriebssystem, dem z.B. Linux nachempfunden ist. Vereinfacht könnte man sagen, dass Mac OS X (fast) alles kann, was Linux kann, das aber mit einer deutlich besseren Bedienbarkeit.
Hier möchte ich einige Programme und Links aufführen, die das Leben für Physiker mit Apple Rechnern deutlich angenehmer machen können:
OpenOffice.org
Es gibt die neue Version 3.0 als native Mac OS X-Version. Diese Lösung ist dem alten Neooffice vorzuziehen. Sollte auf keinem Rechner fehlen. Ausreichend für alle Arbeiten, die man z.B. im Rahmen des Praktikums mit Tabellen machen muss. OpenOffice-Website.
GNUplot und Octave
Diese Programme bekommt man am besten über Fink oder MacPorts. Sie laufen dann wie gewohnt im Terminal. GNUplot erzeugt allerdings die Plots netterweise in OS X-Fenstern mit einfacher Speichermöglichkeit als PDF. Ansonsten ist auch das OS X Programm Plot sehr gut geeignet für viele Zwecke
LaTeXit
Dieses geniale kleine Programm erlaubt es, kleine LaTeX-Schnippsel in jedes Programm per Drag‘n‘Drop einzufügen, dass mit PDFs umgehen kann. Formeln in Präsentationen werden damit zu einem Kinderspiel. LaTeXit ist in der MacTeX-Suite enthalten.
Programmiersprachen
C++ und Ähnliches sind bei OS X schon enthalten. Man muss nur die Developers‘ Tools installieren, die auf den CDs beim Rechner mitgeliefert werden. Eine gute IDE (Xcode) ist auch mit dabei. Mehr als ausreichend für alle Programmieraufgaben.
TeXmacs
Das wissenschaftliche Schreibprogramm TeXmacs läuft ebenfalls perfekt unter OS X und ermöglicht das interaktive bequeme Arbeiten mit Formeln. Ich nutze das vor allem, um mit langen Ausdrücken zu rechnen (Copy and Paste hilft da oft sehr). TeXmacs ist in fink enthalten.
PDFs bearbeiten
Das kann die im Betriebssystem eingebaute „Vorschau“ schon von alleine! Bilder, z.B. aus Versuchsanleitungen einfach markieren und per Kopieren / Neu als einzelne PDFs speichern. Man kann auch leicht an PDF-Dateien Seiten anhängen und löschen.
LaTeX
Es gibt eine sehr vollständige LaTeX-Variente namens MacTeX, die alles enthält, was man so braucht, u.a. einen guten Texteditor. Geheimtipp: Ich bevorzuge fürs LaTeX-Schreiben allerdings TextMate (40 Euro), der perfekt an eigene Tippgewohnheiten angepasst werden kann und auch das bequeme Editieren von Datenreihen als Plain Text ermöglicht.
Präsentationen
Mit Keynote haben Apple-Benutzer eine Präsentationssoftware zur Verfügung (teil von iWork, etwa 70 Euro), die weit angenehmer als Powerpoint ist und hervorragend mit LaTeX integriert werden kann (LaTeXit liefert PDF-Schnippsel, die man direkt in Präsentationen einfügen kann).
Matlab und Mathematica
Beide gibt es als Mac OS X Versionen, aber wie unter Windows sind die Programme sehr teuer. Von Mathematica gibt es eine Studentenversion.